Gustav-Heinemann-Schule

Selbstständige Schule

Oberstufengymnasium des Kreises Groß-Gerau

MINT

Olov

Mediation

Frau Gösser (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Sprechstunde in Raum 023 donnerstags in der 3. Std. oder nach Vereinbarung

Frau Gösser bietet Mediationsgespräche zwischen SchülerInnen, aber auch zwischen SchülerInnen und KollegInnen an. In diesen strukturierten Sitzungen wird an der einvernehmlichen Lösung des bestehenden Konflikts (inkl. schriftlicher Vereinbarung) gearbeitet. Dieses Verfahren ist oft als Streitschlichtung bekannt und lässt sich auf eine breite Palette von Problemen und Konflikten erfolgreich anwenden (s. auch Unterseite "Mediation"). Hierbei sind Freiwilligkeit und Verschwiegenheit aller Beteiligten fest vorgeschrieben.

Weitere Informationen zur Mediation als Teil des Sozialen Netzwerks an der GHS

Mediation (übersetzt: Vermittlung) ist ein Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung. Wenn ein Konflikt von den Beteiligten selbst nicht gelöst werden kann, sondern immer weiter eskaliert, weil sie zu sehr in ihren jeweiligen Sichtweisen gefangen sind, kann es durch einen unparteiischen Dritten, der von allen Konfliktparteien anerkannt wird, zum Interessenausgleich kommen. Diese/r sogenannte Mediator/in hilft den Beteiligten die Grundregeln des Umgangs miteinander zu beachten, die Kommunikation zu sichern und nach Lösungen zu suchen. Voraussetzungen(1) hierfür sind die Lösbarkeit des Konflikts, die Freiwilligkeit der Parteien daran zu arbeiten und die Vertraulichkeit von allen.

Der konstruktive Umgang mit Konflikten zählt zum „sozialen Lernen“, das in den Schulen in den vergangenen Jahren eine immer größere Rolle spielt. So trägt die „… Verringerung aller Formen von Gewalt zur Reduktion sozialer Folgekosten von Konflikten im Schulalltag und zur Gesundheit bei Lehrkräften wie bei Schülerinnen und Schülern bei.“ (2)

Mediation in der Schule ist ein Baustein des im August 2007 initiierten Projekts des Hessischen Kultusministeriums „Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD)“, das auf dem „ gemeinsamen Beschluss aller Fraktionen des Hessischen Landtags vom 21. Juni 2006 zur Ergreifung von Maßnahmen gegen Verrohung und Gewalt an hessischen Schulen“ basiert. (Drucksache 16/5552 des HKM)(3)

Indem Konflikte weder geleugnet noch sanktioniert, sondern klar herausgearbeitet werden kann sich eine neue Konfliktkultur entwickeln. Die Konfliktparteien werden durch Mediatoren unterstützt ihre eigenen Lösungen zu finden und umzusetzen. Nachhaltig sind Lösungen, die von allen Beteiligten als „gerecht“ angesehen werden. Es wird ein Vertrag geschlossen, in dem die Regeln gelten sollen, die gemeinsam reflektiert und vereinbart wurden. (4) „Insofern ist die Mediation als eine Gelegenheit zu verstehen, in der die Parteien die Freiheit haben, die Ordnung für ihr Zusammenleben und Zusammenwirken selbst zu gestalten.“ Über den konkreten Fall hinaus geht es um „… eine Stärkung des Bewusstseins der Parteien, dass sie autonom sind, eine für sie gültige Vereinbarung zu treffen … sich sozusagen eine private Rechtsordnung zu geben, die private Kultur zu vereinbaren, zu erproben und fortzuentwickeln. Selbstverständlich muss dies sozialverträglich sein, kann nicht auf Kosten Dritter und auf Kosten der Allgemeinheit geschehen.“ Falls die Parteien den letzten Aspekt nicht selbst beachten, werden sie vom Mediator auf dessen Einhaltung hingewiesen, wodurch wiederum nachhaltige Vereinbarungen getroffen werden, die nicht weitere Konflikte zur Folge haben. (4)

Durch den konstruktiven Umgang mit Konflikten können wichtige Kompetenzen erworben werden wie z. B. „… Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten, Empathie, Akzeptanz und Toleranz. SchülerInnen lernen, mit ihren Problemen selbstverantwortlich umzugehen. Ihr Selbstwertgefühl und ihre Persönlichkeit werden gestärkt.“ (5)

Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es an der GHS ausgebildete MediatorInnen. Derzeit kann Frau Gösser bei Konflikten in der Schulgemeinde (SuS, SuS mit KollegInnen) hinzugezogen werden. Sie kann so auf einfache Weise vermitteln oder eine komplette Mediation durchführen.

Literatur:

1) Vgl. Faller, K. (2006) Soziale Kompetenz und Partizipation durch Peer-Group-Edukation. In: Mediation in der Schule. HKM (Hersg.) Wiesbaden, S. 47

2) Zitat aus dem Flyer des HKM vom Nov. 2009 zur Umsetzung des Landtagbeschlusses vom 21.06.2006

3) Drucksache 16/5552 des HKM

4) Vgl. : Montada, L. & Kals, E. (2001) Mediation. Lehrbuch für Psychologen und Juristen. Weinheim. Beltz

5) Simsa, C. (2006) Mediation in der Schule im Vergleich zu rechtlichen Sanktionen bei Gewalttaten. In: Mediation in der Schule. HKM (Hersg.) Wiesbaden

6) Kaletsch, C. (2001) Wege zu einer konstruktiven Klassengemeinschaft. Das Eingangsprogramm für die Klassen 5 und 6, in: Lehrerhandbuch, Berlin

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