Als MINT-EC-Schule legt die Gustav-Heinemann-Schule großen Wert auf die Vermittlung naturwissenschaftlicher und technischer Kompetenzen. Auch wenn der reguläre Fächerkanon eines allgemeinbildenden Gymnasiums keine eigenständigen technischen Unterrichtsfächer vorsieht, schaffen wir gezielt Möglichkeiten, in denen Schülerinnen und Schüler praktische technische Erfahrungen sammeln können. Dazu gehören unsere regelmäßig angebotenen Weichlötkurse.
Alle Schülerinnen und Schüler der Physik- und Informatikkurse in der Qualifikationsphase sowie die Teilnehmenden der technischen Arbeitsgemeinschaften absolvieren einen solchen Kurs. Dieser wird von einem externen Dienstleister durchgeführt, sodass die Teilnehmenden zusätzlich ein externes Zertifikat erhalten. Zur Auswahl stehen sieben Projekte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dadurch werden Anfängerinnen und Anfänger behutsam an das Löten herangeführt, während bereits erfahrene Schülerinnen und Schüler anspruchsvollere Aufgaben bearbeiten können.
Für die anschließende praktische Arbeit verfügt die Schule über mehrere unterschiedliche Lötstationen. Im Unterricht wird das Löten beispielsweise eingesetzt, um elektronische Schaltungen aufzubauen, Sensoren und Aktoren mit Mikrocontrollern zu verbinden oder eigene technische Ideen umzusetzen. Die Ausstattung eröffnet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten für individuelle Projekte – etwa im Rahmen von Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder „business@school“.
Die erworbenen Fähigkeiten sind auch außerhalb der Schule wertvoll: Sie ermöglichen eigene technische Projekte und können dabei helfen, kleinere elektronische Geräte fachgerecht zu reparieren. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit gilt dabei: reparieren statt wegwerfen. Da bereits einfache Lötausrüstungen kostengünstig erhältlich sind, können die erlernten Fertigkeiten auch zu Hause weiter genutzt und ausgebaut werden.
