Löten lernen – Technik praktisch erleben

Als MINT-EC-Schule legt die Gustav-Heinemann-Schule großen Wert auf die Vermittlung naturwissenschaftlicher und technischer Kompetenzen. Auch wenn der reguläre Fächerkanon eines allgemeinbildenden Gymnasiums keine eigenständigen technischen Unterrichtsfächer vorsieht, schaffen wir gezielt Möglichkeiten, in denen Schülerinnen und Schüler praktische technische Erfahrungen sammeln können. Dazu gehören unsere regelmäßig angebotenen Weichlötkurse.

Alle Schülerinnen und Schüler der Physik- und Informatikkurse in der Qualifikationsphase sowie die Teilnehmenden der technischen Arbeitsgemeinschaften absolvieren einen solchen Kurs. Dieser wird von einem externen Dienstleister durchgeführt, sodass die Teilnehmenden zusätzlich ein externes Zertifikat erhalten. Zur Auswahl stehen sieben Projekte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dadurch werden Anfängerinnen und Anfänger behutsam an das Löten herangeführt, während bereits erfahrene Schülerinnen und Schüler anspruchsvollere Aufgaben bearbeiten können.

Für die anschließende praktische Arbeit verfügt die Schule über mehrere unterschiedliche Lötstationen. Im Unterricht wird das Löten beispielsweise eingesetzt, um elektronische Schaltungen aufzubauen, Sensoren und Aktoren mit Mikrocontrollern zu verbinden oder eigene technische Ideen umzusetzen. Die Ausstattung eröffnet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten für individuelle Projekte – etwa im Rahmen von Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder „business@school“.

Die erworbenen Fähigkeiten sind auch außerhalb der Schule wertvoll: Sie ermöglichen eigene technische Projekte und können dabei helfen, kleinere elektronische Geräte fachgerecht zu reparieren. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit gilt dabei: reparieren statt wegwerfen. Da bereits einfache Lötausrüstungen kostengünstig erhältlich sind, können die erlernten Fertigkeiten auch zu Hause weiter genutzt und ausgebaut werden.

GHS als “Digitale Schule” rezertifiziert

v.l.n.r.: Dr. Markus Riefling (Wissensfabirk), Marius Galuschka (Christiani), Tom Brenner (Stefan Morsch Stiftung), Stefan Ginthum (Hohenloher), Dr. Thomas Schneidermeier (Zentrum für Chemie).
(c) Christin Rodriguez-Marin

Die GHS ist am 17.09.2026 zusammen mit 41 weiteren hessischen Schule in Bensheim als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ ausgezeichnet worden.
Der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, übergab das Siegel gemeinsam mit der bundesweiten Initiative „MINT Zukunft schaffen!“. Gastgeber waren das Schülerforschungszentrum Südhessen Bergstraße und die Geschwister-Scholl-Schule.
Kultusminister Armin Schwarz übergab 104 Urkunden an hessische Schulen für MINT und Digitalisierung. In keinem anderen Bundesland behalten so viele Schulen ihr Siegel nach drei Jahren wie in Hessen.
Die beiden Siegel gehen an Schulen, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – oder digitales Lernen – nachweisbar im Alltag verankert haben: von der Grundschule bis zur Berufsschule. Die Bewerbung ist freiwillig, eine Fachjury prüft anhand eines Kriterienkatalogs, das Siegel gilt drei Jahre. Dann muss die Schule zeigen, dass sie dran geblieben ist.